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Dezentral und handwerklich hergestellte Nahrungsmittel sind
besonders anfällig für technologische und bakteriologische
Probleme. Eine schlimme Erfahrung dieser Art machte man bei
der Herstellung des Vacherin Mont-d'Or gegen Ende der 80er
Jahre. Seither hat die Vacherin-Zentrale in Zusammenarbeit
mit der Milchforschungsanstalt Liebefeld allgemeingültige
Produktionsvorschriften erlassen. Um den strengen Anforderungen
der Lebensmittelkontrolle zu entsprechen, wird der Vacherin
Mont-d'Or heute aus thermisierter Milch hergestellt und mit
Kulturen von Milchsäurebakterien angesetzt. Unter Thermisierung
(Erhitzung) versteht man ein schonendes Verfahren, dank dem
die natürlichen Qualitäten der Rohmilch erhalten
bleiben, wodurch aber die bakteriologischen Bedingungen wesentlich
verbessert werden.
Durch die Thermisierung werden die spezifischen Qualitäten
des echten Vacherin keineswegs beeinträchtigt. Sämtliche
Degustationen durch Fachleute haben dies eindeutig bewiesen.
Alle Produktionslots werden systematsich und streng kontrolliert,
wodurch gewährleistet ist, dass es praktisch unmöglich
ist, mangelhafte Käse in den Handel zu bringen.
Mit dem Ziel, die Massnahmen, die sich bisher als wirksam
erwiesen haben, zu verstärken, hatte die Zentrale in
Zusammenarbeit mit der SMKV und einer Zertifizierungsorganisation
Massnahmen in die Wege geleitet, um für die gesamte Produktionskette
ISO 9002-Zertifikat zu erhalten.
Damit sich Hersteller und Affineure mit den Unterlagen vertraut
machen und das System testen konnten, wurde Anfang Oktober
1997 eine drei- bis viermonatige Probezeit eingeräumt.
Im März 1998 wurde das ISO-9002-Zertifikat ausgestellt.
Charakteristiken und Nährwert. |